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Austausch mit anderen Frauen

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Abschied nehmen von Stillen

Hallo ihr Lieben,


ich möchte heute ein Thema teilen, das mich gerade sehr beschäftigt und bei dem ich gern hören würde, wie es euch damit geht oder gegangen ist.


Ich stehe im Moment an dem Punkt, an dem das Abstillen vermutlich langsam näher rückt – nicht sofort, aber irgendwann. Und obwohl ich mir wünsche, dass es für meine Tochter und mich natürlich und in unserem Tempo passieren darf, merke ich, dass dieses Thema in mir viel auslöst. Außenstehende verstehen das oft nicht. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass andere denken, ich hätte „den Moment verpasst“. Aber für mich fühlt es sich richtig an, dass – da es mein einziges Stillerlebnis sein wird – der Abschied davon dann kommt, wenn meine Tochter es von sich aus einläutet. Und ich hoffe, dass ich dann innerlich auch soweit bin.


Nach dem Verlust der Gebärmutter ist das Stillen für mich nicht nur Versorgung und Nähe, sondern irgendwie auch die letzte körperliche Funktion, die sich „mütterlich“ oder „fraulich“ anfühlt. Ein Stück Verbindung zu einer Zeit, die es so nie wieder geben wird. Wenn das Stillen einmal endet, fühlt sich das für mich wie ein weiterer Abschied an – von meinem Körper, von einem Kapitel, das ich nicht freiwillig geschlossen habe, und auch von etwas, das mich mit meiner Tochter körperlich so unmittelbar verbindet.


In mir mischen sich Dankbarkeit, dass es mit dem Stillen überhaupt geklappt hat, Ohnmacht, Traurigkeit und manchmal auch das Bedürfnis nach innerer Ruhe und Einordnung. Ich frage mich, wie es euch damit ging oder geht:


• Wie war für euch das Abstillen nach der Hysterektomie?

• Welche Gefühle kamen hoch – Abschied, Erleichterung, Trauer, etwas ganz anderes?

• Habt ihr einen Weg gefunden, der sich für euch stimmig angefühlt hat?

• Kennt ihr den Gedanken, dass das Stillen vielleicht die letzte „frauliche“ Funktion war, die euer Körper noch hatte?


Ich freue mich über jeden Gedanken und jede Erfahrung – egal ob kurz oder ausführlich. Manchmal hilft es einfach zu hören, dass man mit diesen Gefühlen nicht allein ist.


Ganz liebe Grüße, Steffi

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